Energiesparen beginnt damit, den eigenen Verbrauch zu kennen: Wie viel Strom, Heizenergie und Wasser wird im Haushalt verbraucht?
Dafür sollten die Zählerstände regelmäßig abgelesen werden. Wir empfehlen, alle Zähler mindestens einmal im Monat, zu Beginn möglichst einmal pro Woche abzulesen. Nutzen Sie zur Eingabe der Werte doch einfach das hier verlinkte Formular – bei der Auswertung helfen wir Ihnen gerne.
Damit Sie zukünftig Energie in Ihrem privaten Haushalt einsparen können, haben wir hier einige Tipps zum Energiesparen für sie zusammengestellt.
Bei uns können Sie auch Strommessgeräte ausleihen, um Ihren Energieverbrauch zu messen. Zudem unterstützen wir Sie mit Informationen zu Heizsystemen, Wärmedämmmaßnahmen, Solaranlagen und vielem mehr.
Energiespartipps für das Heizen Lüften & Co
Jedes Grad weniger Raumtemperatur reduziert den Heizenergieverbrauch um etwa 6 %.
Stellen Sie ihr Thermostat auf die gewünschte Raumtemperatur ein. Zu warme Räumen verbrauchen unnötig Energie.
Im Wohnzimmer sind angenehme 20 Grad ideal. Dies entspricht in etwa der Stufe 3 auf dem Thermostat. Im Schlafzimmer reichen oft 18 Grad und in wenig benutzten Räumen bis zu 16 Grad. Niedriger sollte die Temperatur jedoch nicht sein, da sonst Schimmel droht.
Wenn man nicht Zuhause ist, Heizung runter drehen
Es muss nicht wohlig warm sein, während man nicht Zuhause ist. Das Absenken der Temperaturen, während Sie zum Beispiel bei der Arbeit sind, spart Energie und Kosten.
Aber Achtung: Auch hier sollte die Temperatur nicht unter 16 Grad fallen.
Nicht den Weg der Wärme versperren
Die Heizkörper müssen freigehalten werden. Ungünstig platzierte Möbel, lange Vorhänge und auf die Heizkörper montierte Trocknerstangen mit Handtüchern oder Wäsche behindern die Wärmeabgabe.
Ein ständig gekipptes Fenster erzeugt zusätzliche Energiekosten. Für ein gesundes Raumklima sollte man daher besser Stoßlüften.
Laut der Verbraucherzentrale gilt als Faustformel beim Lüften:
- nur 2 – 3 Minuten bei Frost
- 3 – 5 Minuten bei unter 0 Grad
- 5 – 10 Minuten bei 5 – 10 Grad
- 10 – 15 Minuten bei 10 – 15 Grad
Aufgepasst: Nach dem Duschen und Kochen muss zusätzlich gelüftet werden.
Undichte Außentüren und Fenster sorgen für Wärmeverluste
So können Sie herausfinden, ob ihre Türen und Fenster dicht sind:
Klemmen Sie ein Blatt Papier an verschiedenen Stellen zwischen Fensterrahmen und Fensterflügel. Wenn man das Blatt bei geschlossenem Fenster nicht herausziehen kann, ist es an dieser Stelle dicht.
Sollte das Fenster nicht dicht sein, reicht es oft schon die Flügeltüren zu justieren oder die Dichtung zu erneuern. Bei Wohnungs- und Haustüren mit offenem Türschlitz, kann oft nachträglich eine Dichtung eingebaut werden.
Die Wärme nicht entweichen lassen
Um Wärmeverluste durch das Fenster zu verringern, sollten nachts, nach Möglichkeit, die Rollläden oder Vorhänge geschlossen werden.
Energiespartipps für Strom
Auf das Vorheizen verzichten – das ist bei den meisten Gerichten nicht notwendig.
Umluftheizung verwenden – so verteilt sich die Wärme besser und benötigt dadurch deutlich niedrigere Temperaturen.
Die Tür des Backofens nicht häufiger und länger als notwendig öffnen.
Den Deckel nicht vergessen – beim Kochen und Braten spart ein Deckel Zeit und Strom.
Das Wasser mit dem Wasserkocher zu erhitzen, geht schnell und ist energiesparend. Tipp: Nur so viel Wasser einfüllen, wie auch tatsächlich gebraucht wird.
Beim Kauf von neuen Geräten auf einen Netzschalter achten
Statt einer Fernbedienung, sollte der Geräteschalter zum An- und Ausschalten genutzt werden.
Bei vielen Geräten tritt ein Leerlauf zwischen der Nutzung auf. Beispielsweise beim Fernseher oder Computer. Trennen Sie diese Geräte nach Möglichkeit während des Leerlaufs vom Stromnetz, um Energie zu sparen. Denn Geräte im Standy-By oder Leerlaufmodus sind nicht wirklich ausgeschaltet.
Hilfreich sind hierfür schaltbare Steckerleisten.
Spartipps für den Alltagsbegleiter Nr.1
Der Akku des Handys hält länger, wenn das Handy nachts in den Flugmodus geschaltet wird. Auch das Ausschalten von nicht genutzten Funktionen schont den Akku. Lassen Sie die Ladegeräte nicht dauerhaft in der Steckdose – auch diese verbrauchen weiterhin Strom.
Ohne Abstriche Energie sparen
Man sollte die Konsole nicht im Stand-By-Modus lassen, da sie so weiterhin Strom verbraucht, um beispielsweise selbst Updates zu installieren oder um die USB-Anschlüsse mit Strom zu versorgen.
Stellen Sie die Helligkeit nicht auf das Maximum.
Auch bei dem Controller lässt sich die Akzentbeleuchtung für die Tasten ausstellen. Dadurch hält der Akku länger und muss nicht so schnell wieder geladen werden.
Kühlschrank – Temperatur richtig einstellen
- 7 Grad im oberen Fach
- Ausnahmen: Bei schnell verderblichen Lebensmitteln, wie Hackfleisch, sollte die Temperatur auf 2 Grad gesenkt werden.
- Beachte: 1 Grad niedrigere Temperatur, steigert den Stromverbrauch um ca. 6 %.
Gefrierschrank – Temperatur richtig einstellen
- -18 Grad sind ideal
Darauf achten, dass die Türen von Gefrier- und Kühlschränken nicht lange offen stehen. Lassen Sie warme Speisen abkühlen, bevor sie in den Gefrier- oder Kühlschrank gestellt werden.
Hat sich im Gefrier- und Kühlschrank Eis angesammelt? Dann lohnt sich das Abtauen.
Strom sparen bei Computer & Co
Laptops und Tablets verbrauchen bei vergleichbarer Nutzung in der Regel weniger Strom als Desktop-PC’s. Nutzen Sie Ihren Rechner hauptächlich für Streaming, zum Surfen und für Office-Anwendungen? Dann kann in der Regel ein Laptop oder Tablet die energiesparende Alternative sein. Es gibt auch leistungsstarke Laptops, speziell zum Gamen oder für Grafikarbeiten. Auch diese können weniger Strom verbrauchen als vergleichbare Desktop-PC’s.
Ganz bequem Energie sparen
Nutzen Sie den Energiesparmodus oder Ruhemodus, wenn Sie oft Ihren Platz verlassen. Zudem sollten Sie auf einen Bildschirmschoner mit bewegten Bildern verzichten. Diese können den Stromverbrauch erhöhen.
Durch das Einrichten einer Zeitsteuerung beim WLAN-Router kann Strom gespart werden, wenn dieser zum Beispiel nachts ausgeschaltet wird.
Energiesparend Geschirr spülen
Die Spülmaschine sollte möglichst vollgeräumt werden, um Wasser und Energie zu sparen.
Nutzen Sie das Eco-Programm oder niedrige Temperaturen zwischen 45 und 55 Grad. Dies spart Energie und Wasser. Außerdem sollten Sie auch auf Kurzprogramme verzichten. Diese verbrauchen in der Regel mehr Strom und Wasser als Eco-Programme, weil in kürzerer Zeit höhere Temperaturen benötigt werden.
Auch das Vorspülen sollte man nach Möglichkeit weglassen, da dies Wasser spart.
Energiesparend waschen
Das Gerät sollte ausreichend mit Wäsche gefüllt werden.
Waschen Sie bei niedrigen Temperaturen
- 30 Grad oder niedriger reichen bei normal verschmutzter Alltagswäsche in der Regel aus.
Wenn Sie einen Wäschetrockner verwenden, sollten Sie bei der Waschmaschine eine hohe Schleuderzahl einstellen. Dadurch ist die Wäsche weniger nass und braucht deswegen weniger Zeit im Trockner. Nutzen Sie die Eco-Programme. Sie dauern zwar länger, sparen aber Strom.
Lassen Sie die Wäsche besser an der Luft trocknen, anstatt den Wäschetrockner zu nutzen.
Energiespartipps für die Wassernutzung
Duschen statt Baden
Die Energiekosten für ein Vollbad sind etwa dreimal höher als die einer kurzen Dusche.
Kaltes statt warmes Wasser nutzen
Verzichtet man z. B. beim Händewaschen auf warmes Wasser – spart das Energie.
Warmwasserleitungen dämmen
Eine gute Dämmung von Warmwasser- und Zirkulationsleitungen reduziert Wärmeverluste.
Einstellungen der Warmwasserbereitung prüfen
Stellen Sie die Temperatur am Warmwasserspeicher nicht höher als nötig ein. Berücksichtigen Sie dabei die Anforderungen an die Trinkwasserhygiene.
Regelmäßige Wartung des Warmwasserspeichers
Entkalkung und Wartung verbessern die Effizienz und senken den Energieverbrauch.
Wassersparende Duschköpfe und Strahlregler einsetzen
Sparduschköpfe können den Wasserverbrauch um bis zu 50 % senken. Stralregler können den Wasserbrauchz am Wasserhahn bis zu 30 % reduzieren.
Leckagen schnell beheben
Undichte Wasserhähne, Toilettenspülungen oder Rohre im und außerhalb des Hauses schnellstmöglich repariert lassen.
Wasser nicht unnötig laufen lassen
Beim Zähneputzen können bis zu 70 % eingespart werden. Beim Einseifen unter der Dusche bis zu 30 % Wasser.
Hände kalt waschen
Bei Einhebelmischarmaturen immer die Kaltstellung nutzen – das spart Wasser und Energie.
Kleine Spültaste der Toilette verwenden
Damit lassen sich bis zu 50 % Wasser einsparen
Spar- und Eco-Programme nutzen
Diese Programme reduzieren den Wasser- und Energieverbrauch deutlich.
Geschirrspüler und Waschmaschine immer vollständig beladen
Vermeiden Sie den Betrieb mit halber Beladung.
Altgerät austauschen (Energieeffizienzklasse A+++ inkl. Eco Modus)
Handspülen vermeiden
Ein Geschirrspüler verbraucht bei richtiger Nutzung weniger Wasser und Energie als Handwäsche.
Broschüren zum Download werden neuaufgelegt und sind in Kürze hier zu finden.
Expert*innen
